In größeren Höhen ist die Sonne von der mehrere Millionen Grad heißen Korona aus ionisiertem Gas umgeben. Von den äußere Schichten der Korona strömt dieses Gas als Sonnenwind kontinuierlich in alle Richtungen des interplanetaren Raumes ab. Der Sonnenwind erreicht dabei Geschwindigkeiten von mehreren Millionen km/h und besitzt damit Überschallgeschwindigkeit. Die Korona ist bei Sonnenfinsternissen dem menschlichen Auge durch Streuung des Sonnenlichts direkt sichtbar. In Koronagraphen wird eine Sonnenfinsternis durch Abdeckung der Sonnenscheibe simuliert. Ein derartiges Instrument mit Namen LASCO betreibt das Max-Planck-Institut für Aeronomie in internationaler Zusammenarbeit auf der Raumsonde SOHO. Die Ursachen sowohl für die hohe Temperatur der Korona als auch für die hohe Geschwindigkeit des Sonnenwindes werden mit Hilfe der Beobachtungen der Instrumente SUMER und LASCO untersucht. Der Sonnenwind breitet sich im interstellaren Medium aus und besitzt deshalb nur eine endliche Reichweite. Dieser Raumbereich wird als Heliosphäre bezeichnet und ist charakterisiert durch die folgenden Grenschichten:
- Den Terminationschock: Dies ist die Region, wo der Sonnenwind von seiner Überschall- auf Unterschallgeschwindigkeit abgebremst wird. Nach heutigem Kenntnisstand befindet sich der Terminationschock bei einer Entfernung von 80 bis 120 Astronomischen Einheiten - eine Astronomische Einheit entspricht dem mittleren Abstand der Erde von der Sonne (150.000.000 km).
- Der Heliopause: Dies ist die Grenzschicht zwischen dem solaren und interstellaren Plasma.
- Der heliosphärischen Bugstosswelle.






